Die Kjölur-Hochlandroute verläuft zwischen zwei Gletschern: dem Langjökull im Westen und dem Hofsjökull im Osten. Bei klarem Wetter hat man daher einen herrlichen Blick auf beide Gletscher.
Die Straße ist etwa 200 Kilometer lang, sodass Sie sie bequem an einem Tag von Süden nach Norden (oder umgekehrt) befahren können und dabei noch Zeit haben, die abgelegene Naturpracht zu genießen.
Verschiedene Nebenstraßen der Kjölur führen Sie zu interessanten Gebieten. Wenn Sie die Route im Süden beginnen, kommen Sie zunächst am Deltagebiet Hvítárnes vorbei, wo sich das Gletscherwasser des Langjökull seinen Weg durch das raue Niemandsland bahnt. Anschließend können Sie eine Nebenstraße nehmen, die Sie zu den farbenfrohen Rhyolithbergen Kerlingarfjöll führt. Der Name Kerlingarfjöll bedeutet „Gebirge der alten Frau” und ist auf eine 25 Meter hohe, dunkle Säule zurückzuführen, die „Kerling” (alte Frau) genannt wird. Der höchste Punkt des Gebirges ist der Snækollur mit 1477 Metern.
Kerlingarfjöll ist ein Gebiet mit hervorragenden Wandermöglichkeiten durch die hügelige Landschaft und entlang dampfender heißer Quellen. Ein weiteres großes Thermalgebiet am Kjölur ist Hveravellir (der Name bedeutet „Thermalquellenfelder”), wo es neben kochend heißen Quellen auch ein geothermisch beheiztes Bad gibt, in dem man baden kann. Viele der Quellen in Hveravellir haben einen Namen, so gibt es beispielsweise die „Grüne Quelle”, die „Rote Quelle” und die „Blaue Quelle”, aber auch den „Donnernden Hügel”. Die thermische Aktivität ist in diesem Gebiet so stark, dass man auch im nahe gelegenen Lavafeld an vielen Stellen Dampf aus dem Boden aufsteigen sieht.





Die Redensart “Wenn dir das Wetter nicht gefällt, dann warte eben fünf Minuten” ist zwar stark übertrieben, aber Tatsache ist, dass das Wetter auf Island sehr wechselhaft und unberechenbar ist. Nicht selten erleben Sie an einem Tag total verschiedene Wetterverhältnisse. Trotz der nördlichen Lage in der Nähe des Polarkreises hat Island ein ziemlich mildes Klima.
