Antarktis
Im Gegensatz zur Arktis finden die Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis in unserer Winterzeit (Ende Oktober bis März) statt. Auf der Südhalbkugel ist dann nämlich Sommer.
Von November bis Anfang Dezember ist Frühling in der Antarktis und auf den subantarktischen Inseln. Im Oktober sind die erwachsenen Pinguine an Land gekommen, um sich zu paaren und Nester aus Steinen und Moos zu bauen. An vielen Orten liegt noch Schnee, und die ersten Pinguin-Laufwege zeichnen sich ab. Vom Wasser aus sehen Sie Spuren in der Landschaft, auf denen sie hin und her laufen. Für die subantarktischen Inseln ist der Frühling noch eine ruhige Zeit. Die Pelzrobben sind noch nicht massenhaft auf die Inseln gezogen, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Je später in der Saison, desto mehr Pelzrobben sind anzutreffen. Eine beste Zeit, um Königspinguine zu sehen, gibt es nicht. Diese Pinguine haben einen anderen Zyklus als andere Pinguine. Sie bekommen alle zwei Jahre ein Jungtier. Das bedeutet also, dass sich während der Reisezeit immer Jungtiere und erwachsene Tiere in der Kolonie befinden.
Sobald das Ei gelegt ist, beginnt die Brutzeit, und man sieht Südpolarenten über den Kolonien fliegen, auf der Suche nach einem unbewachten Moment, um ein Ei zu stehlen. Gegen Weihnachten sind die Eier geschlüpft, und die Küken sitzen an den Bäuchen ihrer Eltern. Ihr Daunenschicht ist noch nicht sehr dick, und sie brauchen die Wärme ihrer Eltern. Die Eltern laufen immer wieder vom Wasser zurück und bringen Krill und kleine Fische für die Jungtiere mit. Gegen Februar sind die Jungtiere groß geworden und verlieren ihre Daunenfedern, die durch wasserfeste Federn ersetzt werden. Auch für die erwachsenen Pinguine bricht eine andere Zeit an. Sie befinden sich in der Mauser und sind am schwächsten. Sobald die Federn gewechselt sind, kehren sie ins offene Meer zurück, um dort den Winter zu verbringen.
Wale kommen im Oktober/November in der Antarktis an, und ihr erstes Bedürfnis ist dann die Nahrungssuche. Sie kommen nämlich aus den wärmeren, nährstoffarmen Gewässern und begeben sich in die Antarktis, um sich satt zu essen und zu stärken. Mütter nehmen ihre Jungen mit, um sie hier großzuziehen. Im Allgemeinen werden in der Zeit von Januar bis März mehr Wale gesichtet. Vorher steht das Fressen im Vordergrund. Danach werden sie neugieriger auf Schiffe. ABER das bedeutet keineswegs, dass in der Anfangszeit keine Wale zu sehen sind.
Es sind und bleiben wilde Tiere. Die sind nicht vorhersehbar.