Im letzten September ging es für Sanne und Regina Zurück nach Island – in ein Land, das ihre Herzen bereits zuvor erobert hatte. Die Reise war geprägt von Wiedererkennung, aber auch von neuen Eindrücken und frischen Geheimtipps. Island zeigte sich erneut von all seinen Facetten und blieb dabei genauso besonders wie beim ersten Mal.
Text und Fotos: Sanne Reinders van Egmond und Regina Meijndert
Sonntag, 14. September
Um 11 Uhr haben wir uns am Schiphol-Flughafen am Icelandair-Gepäckabgabeschalter getroffen. Abflughalle 1, Schalter 2 und 3. Es war etwas mühsam, die Etiketten aus dem Automaten zu bekommen, weil wir Fehlermeldungen erhielten. Aber schließlich gelang es uns und wir stellten den Koffer in die Box. Das Scannen verlief recht reibungslos. Auch die Kontrolle verlief recht zügig.
Wir haben bei Starbucks einen Kaffee getrunken und dann am Gate auf unseren Flug gewartet. Das Flugzeug kam pünktlich an, war aber komplett voll. Das merkte man am Platz für das Handgepäck. Mit viel Mühe haben wir unseren Rucksack unter den Sitz bekommen. Unsere Jacken mussten wir in das Gepäckfach über uns stopfen. Außerdem hatten wir Kopfhörer dabei. Wir hofften auf einen guten Film oder Musik. Es gab nicht viel, also haben wir schließlich nach draußen geschaut, ab und zu die Augen geschlossen und gequatscht. Im Flugzeug war es tropisch heiß, sodass Regina Kopfschmerzen hatte und ich (Sanne) einen trockenen Mund, als wir in Keflavík ankamen.
Das Flugzeug konnte nicht an die Fluggastbrücke andocken, also wurden wir mit Bussen zum Terminal gebracht. Das lief auch etwas holprig ab. Der Fahrer musste nämlich die Tür zum Terminal öffnen. Dann musste er zurück zu seinem Bus, um uns die Tür des Busses zu öffnen.
Wir kamen in einer völlig neuen Halle an. Von dieser Halle aus gingen wir zum Gepäckraum. Zum Glück kamen unsere Koffer schnell. Dann ging es nach draußen. Wir mussten kurz nach dem Shuttle für die Autovermietung (Geysir) suchen. Denn es gab nur ein Schild und danach waren die Schilder verschwunden! Zum Glück haben wir es gefunden und der Shuttle kam auch sofort angefahren. Für den Shuttle geht man nach draußen und dann am Ende des Gehwegs nach rechts. Hier stehen auch die Taxibusse. Über einen überdachten Gehweg geht man geradeaus bis zum Ende des Gehwegs. Der Weg zum Vermieter dauert mindestens 15 Minuten, wenn man nicht weiß, wie man laufen muss. Außerdem gibt es keinen Fußweg, dem man folgen kann.
Bei Geysir war jemand, aber der verweist einen auf die Tablets. Wenn man Hilfe braucht, kann man Fragen stellen. Das System funktionierte nicht wirklich gut. Schließlich haben wir eine Reservierung bekommen und sind dann endlich zum Mietvertrag gekommen. Dann muss jemand mit dem Code vom Tablet zum Schrank gehen oder man muss ein Foto machen. Das Schließfach gab den Schlüssel schließlich nach 5-maligem Drücken heraus. Insgesamt funktionierte es nicht wirklich glatt. Die anderen Leute, die dort standen, hatten ebenfalls Schwierigkeiten damit.
Das Auto ist super, ein Automatikwagen. Kaum Schäden, mit Navi, sehr angenehm! Vor allem für die Fahrt von Keflavík nach Reykjavik und Umgebung. Wir geben die Adresse ein und machen uns auf den Weg. Wir beschließen, in der Nähe von Selfoss kurz einzukaufen. Von Keflavík aus folgen wir der Straße nach Reykjavík und biegen dort in Richtung Mosfellsbær ab, um anschließend nach Hveragerði zu fahren. Unterwegs wird das Wetter immer schlechter. Starker Wind, Regen.
Wir beschließen, weiterzufahren und nirgendwo anzuhalten. Schließlich haben wir noch ein Stück vor uns. In Selfoss kaufen wir bei Kronan ein. Brot, Erdnussbutter, Käse und eine Flasche Cola. Nichts Besonderes, aber wir geben trotzdem 14 Euro aus. Wir fahren zurück zum Kreisverkehr und folgen der Straße nach Geysir. Wir fahren ein Stück falsch, können aber am Kreisverkehr wenden. Der Kreisverkehr des Blue Hotel Fragrilundur! Dort werden wir uns morgen mal umsehen.
Es ist nur ein kleines Stück zurück und dann biegen wir auf die richtige Straße ein. Inzwischen ist es fast 19 Uhr und wir haben Hunger. Das Einchecken geht schnell. Wir beschließen, die Koffer im Auto zu lassen und zuerst im Restaurant zu essen. Ein super schönes Restaurant … Man bestellt das Essen an der Theke und sucht sich dann einen Platz. Wir sitzen über dem Kuhstall und schauen auf die Kühe. Der Hamburger schmeckt lecker! Danach holen wir die Koffer und beziehen unser geräumiges Zimmer. Das Bett ist bequem. Das Zimmer ist ganz neu und sieht schön aus. Auch das Badezimmer ist wunderschön, aber warm. Es dauert nicht lange, bis wir beide eingeschlafen sind.
Montag, 15. September
Ab halb acht gibt es Frühstück. Das machen wir als Erstes. Das Frühstück besteht aus einem kalten und einem warmen Teil. Ein prima Frühstück. Gegen halb neun fahren wir zuerst zum Geysir. Hier parken wir mit der Parka-App. Wir spazieren ein wenig herum, um unter anderem Strokkur mehrmals spritzen zu sehen. Danach geht es weiter nach Gullfoss, wo das Parken kostenlos ist. Wir gehen hinunter, um Fotos zu machen. Wir schauen uns auch kurz den Souvenirladen an. Nächster Halt ist der Faxi-Wasserfall. Privates Gelände, daher muss man bezahlen. Mit Kreditkarte/Bankkarte möglich. Schöner Wasserfall in dieser Umgebung mit Herbstfarben. Von Faxi weiter nach Fluðir gefahren und dort einen Blick auf die Secret Lagoon geworfen. Unordentliche Umgebung.
Weiter nach Laugarás und Skálholt. Skálholt, schöne Kirche. Danach haben wir uns die neue Laugarás-Lagune angesehen. Noch im Bau. Von Laugarás weiter zum Kerið-Krater. Auch Privatgelände, also bezahlen. Wieder mit Kreditkarte/Bankkarte möglich. Anschließend nach Þingvellir, Oxarfoss. Wir finden diesen Park beide weiterhin unscheinbar. Danach weiter zum Besucherzentrum. Achtung: Einmalige Parkgebühr für alle Parkplätze von Þingvellir über das Zahlungssystem vor Ort.
Danach weiter nach Laugarvatn, um Fontana und das Hotel anzusehen. Von dort aus weiter zum Blue Hotel Fragrilundur / Blue View Cabins. Hier war die Rezeptionistin so freundlich, uns eine Tour zu geben. Das Hotel ist in Ordnung, aber der Frühstücksraum ist spärlich ausgestattet. Die Blue View Cabins sind schöne Ferienhäuser, aber nicht wirklich gut ausgeschildert. Bevor wir nach Efstidalur zurückkehren, besuchen wir noch den Brúarárfoss. Ein wunderschöner Wasserfall. Wieder bezahlen wir mit der Parka-App. Zurück in der Unterkunft arbeiten wir noch anderthalb Stunden und kehren dann zum Blue Hotel Fragrilundur zurück, denn in der Nähe befindet sich das Maxi, ein gutes Restaurant. Leckere Pizzen. Nach dem Essen fahren wir zurück und holen uns noch ein Eis in Efstidalur und schauen in den Stall. Leckeres Eis!
Dienstag, 16. September
Heute haben wir nach dem Frühstück noch etwas gearbeitet und sind gegen 9:15 Uhr losgefahren. Zuerst in Richtung Geysir, um dann zur Ringstraße hinunterzufahren. Der erste Halt ist am Urriðafoss-Wasserfall. Es ist ein kurzer Spaziergang zum Wasserfall, den man von der Straße aus eigentlich nicht sehen kann. Ein schöner erster Halt.
Der zweite Halt ist der Ægissíðufoss. Der Wasserfall ist wunderschön. Von der zweiten Station fahren wir weiter nach Hella. Hier steht ein Schulbus, wir fahren weiter, aber es sieht sehr schön aus! Weiter kommen wir an Hvolsvöllur vorbei, wo wir kurz anhalten, um uns die Beine zu vertreten und ein paar Einkäufe zu erledigen. Danach fahren wir weiter und kommen zum Seljalandsfoss. Es ist ziemlich voll, daher empfehlen wir, früh am Morgen oder am späten Nachmittag hinzugehen.














































































































Die Redensart “Wenn dir das Wetter nicht gefällt, dann warte eben fünf Minuten” ist zwar stark übertrieben, aber Tatsache ist, dass das Wetter auf Island sehr wechselhaft und unberechenbar ist. Nicht selten erleben Sie an einem Tag total verschiedene Wetterverhältnisse. Trotz der nördlichen Lage in der Nähe des Polarkreises hat Island ein ziemlich mildes Klima.
