Der Papageientaucher Island gehört zur Familie der Auks (Familie der Hochseevögel). Man erkennt ihn an seinem schwarz-weißen Gefieder und seinem großen, bunten Schnabel.

Dieser kleine, robuste Vogel mit dem bunten Schnabel wird in Island „Lundi“ genannt und ist im Laufe der Jahre zum Symbol der Vestmannaeyjar (Westmännerinseln) geworden.

Fakten der Papageientaucher Island

  • Auf dem Meer führt der Papageientaucher Island ein einsames Leben. Der Vogel schwimmt den ganzen Tag herum und bewegt sich durch den kräftigen Schub seiner Beine. Sein flaumiges Fell sorgt dafür, dass das Tier gut gegen die Kälte isoliert ist, und seine schwarz-weißen Farben sind die perfekte Tarnung.
  • Im Winter und Herbst sind Papageientaucher Island auf dem Meer zu finden. Am Ende des Frühjahrs kehren sie an Land zurück, um zu brüten. Mehr als die Hälfte der Papageientaucherpopulation ist in Island zu finden. Obwohl immer weniger Papageientaucher nach Island kommen, ist dies wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Fische, die sie fressen, aufgrund des Anstiegs der Meerestemperatur wandern.
  • Papageientaucher sind monogame Tiere, da sie immer an denselben Ort zurückkehren. Beide Elternteile kümmern sich um die Jungen. Der Vater kümmert sich hauptsächlich um die Bewachung und Pflege des Nestes, während die Mutter brütet.
  • Der Papageientaucher Island legt jedes Frühjahr nur ein Ei. Der junge Papageientaucher Island verbringt die meiste Zeit des Tages im Nest, wo er kleine Fische frisst. Wenn der Papageientaucher ausgewachsen ist, wenn ein Junges 49 Tage alt ist, verlässt es das Nest und fliegt aus. Es dauert mehrere Jahre, bis er an Land zurückkehrt.
  • Die Eltern verlassen das Jungtier, wenn es etwa 40 Tage alt ist. Die Neugier auf den Rest der Welt wird den Papageientaucher dazu bringen, sein Nest zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt läuft, rennt und fliegt er auf seinem Weg zum Meer, wo er die nächsten Jahre leben wird. In Vestmannaeyjar (Westmännerinseln, Südküste Islands) kommt es regelmäßig vor, dass junge Papageientaucher um die Zeit des Ausfliegens herum einfach die Straße entlanglaufen. Die Einheimischen fangen das Jungtier ein, füttern es und lassen es wieder frei, sobald sie es gewogen und gemessen haben.