Gut zu wissen
Das Tagesprogramm ist ein Leitfaden und kann je nach Eis- und Wetterbedingungen angepasst werden. Auch das Auftreten von Wildtieren ist unvorhersehbar. Der Expeditionsleiter und der Kapitän legen gemeinsam die optimale Route fest, um ein unvergessliches Reiseerlebnis zu gewährleisten.
Tag 1: Einschiffung in Longyearbyen
Willkommen auf Spitzbergen, willkommen in Longyearbyen. Am Nachmittag gehen Sie in Longyearbyen, dem Basislager dieser Reise, an Bord der M/V Ortelius. Sobald das Schiff den Hafen verlässt und Kurs auf die Westküste nimmt, eröffnet sich eine spektakuläre Berglandschaft. Im Frühsommer sind die Gipfel oft noch schneebedeckt. Der erste Abend ist endlos lang – genießen Sie unter der Mitternachtssonne die nordischen Sturmvögel und großen Alken, die im Kielwasser des Schiffes mitfliegen.
Tag 2: Kongsfjorden und Blomstrandhalvøya
Der Tag beginnt im beeindruckenden Kongsfjord. Ihre erste Landung erfolgt auf Blomstrandhalvøya, wo Sie die Überreste der alten Quarzmine Camp Mansfield besichtigen können. Von hier aus haben Sie einen herrlichen Blick auf die Tre Kroner, drei markante Gipfel über der Eiskappe. Dies ist ein idealer Ort, um die Kajaks zum ersten Mal zu Wasser zu lassen oder Ihre Kamera auf die Landschaft, blühende Pflanzen und vielleicht sogar ein Pärchen kleiner Raubvögel zu richten.
Am Nachmittag überqueren Sie den Fjord nach Ny-Ålesund, einem ehemaligen Bergbaudorf, das eine wichtige Rolle bei den Polarexpeditionen von Roald Amundsen und Umberto Nobile spielte. Heute ist Ny-Ålesund eine Forschungsstation, wo Sie an alten Gebäuden und vogelreichen Gebieten entlang spazieren. Hier brüten Brandgänse und Zwerggänse, Nordseesterne, Rothalstaucher, Rostfußenten, Elfenbeinmöwen und die singende Schneefink.
Tag 3: Amsterdamøya und Smeerenburg
Sofern es die Eisverhältnisse zulassen, besuchen Sie Amsterdamøya, wo die Niederländer im 17. Jahrhundert die Walfangstation Smeerenburg gründeten. Neben den historischen Überresten genießen Sie raue Landschaften und Sandbänke, auf denen sich manchmal Seehunde ausruhen. Dies ist ein perfekter Ort für Fotos oder um die Kajaks wieder zu Wasser zu lassen.
Tag 4: Raudfjorden
Die Reise führt weiter nach Norden, zum spektakulären Raudfjord. Hier sehen Sie spitze Berggipfel und Gletscher, die ins Meer münden, ihre blauen Fronten ragen hoch empor. Oft treiben Eisberge durch den Fjord. Zu Beginn der Saison liegt oft noch Packeis, auf dem Bart- und Ringelrobben ruhen – was diesen Ort auch zu einem beliebten Jagdgebiet für Eisbären macht.
Auf den steilen Klippen brüten Tausende von Seevögeln, die hin und her fliegen. Entlang der Wasserlinie schwimmen Eiderenten. Dies ist ein Ort, an dem die arktische Natur am eindrucksvollsten ist.
Tag 5: Andøya und der Monacobree
Die Reise führt weiter nach Osten zum Liefdefjord, wo der imposante Monacobree mit seiner gigantischen Gletscherfront die Landschaft dominiert. Dies ist der ideale Ort, um Eisbären zu beobachten.
Auf der nahegelegenen Tundra von Andøya oder Reinsdyrflya unternehmen Sie eine anspruchsvolle Wanderung. Hier lebt das Spitzbergen-Rentier. Mit etwas Glück sehen Sie auch Eiderenten, kleine Blässgänse und vielleicht sogar eine Königseiderente.
Tag 6: Überraschungstag
Heute bestimmt die Natur das Ziel! Wetter, Eis und Tierwelt entscheiden, wo Sie wandern, Kajak fahren und fotografieren.
Tag 7: Prins Karls Forland und St. Johnsfjord
Sie reisen südwärts in Richtung Prins Karls Forland, einer Insel, die durch den Forlandsundet von Spitzbergen getrennt ist. Hier können Sie bei Fluglehuken an Land gehen, dem Ort, an dem Willem Barentsz aller Wahrscheinlichkeit nach seinen ersten Fuß auf Spitzbergen gesetzt hat. Überreste alter Fuchs- und Bärenfallen zeugen von späterer menschlicher Aktivität. Bei Sarstangen ruhen oft Walrosse.
Auf der anderen Seite des Forlandsundet liegt St. Johnsfjord, ein Gebiet mit tiefen Buchten und steilen Bergen. Hier haben Sie erneut die Möglichkeit zum Wandern, Kajakfahren und Fotografieren.
Tag 8: Ankunft in Longyearbyen
In der Nacht läuft das Schiff in den Adventfjord ein und legt in Longyearbyen an. Nach dem Frühstück verabschieden Sie sich von diesem besonderen Basislager und seiner Besatzung. Es bleibt noch Zeit, die Stadt zu erkunden, Souvenirs zu kaufen oder ein Museum zu besuchen, bevor Sie zum Flughafen gebracht werden.