Eine Reise in die Antarktis ist ein einmaliges Erlebnis. Die rauen Meere, die blau-weißen Eisformationen und die vielfältige Meeresfauna, die man unterwegs zu sehen bekommt – es ist schwer zu beschreiben, welche unauslöschlichen Eindrücke dies hinterlässt. Die Petermann-Insel ist ein solches Beispiel.

Petermann-Insel ist eine kleine, flache Insel vor der Nordwestküste der Antarktischen Halbinsel in der Antarktis. Sie liegt unweit südlich von Booth-Insel und dem Lemaire-Kanal.

Zudem ist sie ein beliebtes Reiseziel, was jedoch nicht bedeutet, dass man hier vielen Touristen begegnen wird. Ein Besuch dieser wunderschönen Insel ist jedoch überraschend oft Teil von Südpolarreisen.

Beschreibung der Petermann-Insel

Die Petermann-Insel ist 1,8 Kilometer lang und 1,2 Kilometer breit. Die Küstenlinie aus Kiesstränden steigt steil auf eine Höhe von 250 Metern über der felsigen Küste an. Die Insel entstand ursprünglich durch Vulkanausbrüche, und etwa die Hälfte der Landfläche ist von einer permanenten Eiskappe bedeckt. Schließlich weisen die eisfreien Gebiete eine spärliche Vegetation aus Moosen und Flechten auf.

Geschichte

Die Insel wurde während einer deutschen Expedition in den Jahren 1873–1874 entdeckt und nach dem Geographen August Petermann benannt. Anschließend überwinterte eine französische Antarktisexpedition von 1908–1910 an Bord eines Schiffes in einer Bucht an der Südostseite der Insel, die Port Circumcision genannt wurde. Dieser recht seltsame Name leitet sich von dem Tag ab, an dem sie die Bucht zum ersten Mal sahen, dem 1. Januar 1909, dem traditionellen Tag des Festes der Beschneidung.

Während der Expeditionen wurden Hütten gebaut, die jedoch inzwischen von den Elementen verschlungen wurden. Zwar zeugen hier und da noch Steinhaufen von menschlicher Anwesenheit, ebenso wie eine Hütte, die 1955 von Argentinien errichtet wurde. Außerdem steht dort ein Kreuz zum Gedenken an die drei Mitglieder der British Antarctic Survey, die 1982 bei dem Versuch ums Leben kamen, das Meereis von der Petermann-Station zur Faraday-Station zu überqueren.

Geologie und Fauna

Die Insel besteht fast ausschließlich aus vulkanischem Gestein, hauptsächlich aus mesozoischem Granit, mit Xenolithen und Apliten (Magmagestein). Die Insel wurde von BirdLife International zu einem wichtigen Vogelschutzgebiet (IBA) erklärt, da sie eine Brutkolonie von etwa 3000 Paaren Eselspinguinen beherbergt. Andere Vogelarten, die in geringerer Zahl auf der Insel nisten, sind Adéliepinguine, Kaiserpinguine, Wilsonsturmvögel und Südpolarjäger.

Während der Expeditionskreuzfahrt „Antarktis Basecamp“ steht auch die Petermann-Insel auf dem Tagesprogramm.