Unsere Marieke ist im Oktober 2016 zu einer Studienreise auf die Färöer gereist. Lies hier alles über ihre Erlebnisse.
Anfang Oktober durfte ich die Färöer-Inseln kurz kennenlernen und schwelge eigentlich immer noch in den Erinnerungen. Was für ein schönes Reiseziel und wie gut lässt es sich mit einer Reise nach Island kombinieren! Aber es lohnt sich auf jeden Fall auch, dort eine ganze Urlaubswoche zu verbringen! Es scheint sehr weit weg zu sein, aber es gibt derzeit sehr gute und einfache Möglichkeiten, dorthin zu gelangen. Natürlich mit der Fähre als Zwischenstopp für ein paar Nächte auf dem Weg nach Island, aber im kommenden Jahr gibt es auch sehr gute Flugmöglichkeiten mit einem Zwischenstopp in Kopenhagen (übrigens ein besonders schöner und großer Flughafen).
Vorher dachte ich, zwei Tage seien ziemlich kurz, aber was haben wir viel gesehen. Schon das Herumfahren ist ein echtes Märchen: Die Straßen sind schmal, aber superruhig (man muss allerdings auf die ca. 200.000 frei herumlaufenden Schafe achten), und hinter jeder Kurve oder jedem Tunnel wird man wieder von einer herrlichen Aussicht überrascht – viel Grün in Kombination mit schwarzen Felsen und Klippen, dazwischen liebliche Dörfer mit sehr farbenfrohen Häusern und den berühmten Grasdächern.
Tag 1
Am ersten Tag haben wir eine ausgedehnte Rundfahrt über die nördlichen Inseln wie Streymoy, Esteroy und die kleineren Inseln unternommen. Höhepunkt war das malerische Dorf Saksun, das einst an einem natürlichen Hafen lag, der inzwischen trockengefallen ist. Ein Schafzüchter hat uns den alten Bauernhof gezeigt und uns viel über das Leben auf den Färöern früher und heute erzählt. Eigentlich hatte er alle Hände voll zu tun, weil die Schafe ins Haus mussten – was für eine Arbeit, alle Schafe vor dem Winter wieder näher ans Haus zu bringen –, aber zum Glück hatte er Hilfe von speziellen Hunden und der ganzen Familie.
Auf dem weiteren Weg genossen wir die Aussicht, und das Mittagessen war im Guesthouse Gjaargardur in Gjogv geplant. Sowohl diese Umgebung als auch das Guesthouse verdienen einen Aufenthalt von mindestens zwei Tagen – was für ein schönes Wandergebiet und ein herrlicher Aufenthalt in der Natur!! Auch das Abendessen war ein Highlight. Derzeit arbeiten die Tourismusbüros daran, sogenannte „Home Visits“ weiterzuentwickeln. Ein leckeres Mittag- oder Abendessen bei Menschen zu Hause, die zudem sehr viel und sehr gerne über ihr Land und ihr Zuhause erzählen. Wir waren bei Jakup & Lena zu Gast, die stolz auf ihren wunderschönen Garten sind, in dem sie viel arbeiten, und uns ein köstliches traditionelles Essen mit natürlich Suppe, Fisch und Lamm servierten!
Tag 2
Auch Tag 2 war wieder ein Highlight. Nach einer kurzen Nacht aufgrund eines Kulturfestivals in Tórshavn machten wir einen Stadtrundgang durch das alte Stadtviertel Tinganes in Tórshavn. Schöne alte, farbenfrohe Häuschen – und irgendwie lustig, dass in diesen für mich als Rotterdamer doch recht winzigen Häuschen die gesamte Regierung ihren Sitz hat. Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Kirkjubour, um die Überreste einer alten mittelalterlichen Kirche und erneut einen sehr alten Bauernhof namens Roykstovan zu besichtigen, wo wir auch zu Mittag aßen. Auch hier wieder ein sehr beschäftigter Schafzüchter, der zwischendurch viele interessante Geschichten über damals und heute erzählte.
Danach war es Zeit für etwas Spektakuläres, um diese Tage gebührend ausklingen zu lassen. Mit einem Rib (Gummiboot) fuhren wir von Tórshavn aus (im Sommer ist der Abfahrtsort in der Nähe von Kirkjubour) zu einer wilden Tour (Wellen von 4–5 Metern und ca. 100 km/h) rund um die Insel Hestur – was für eine schöne Tour! Leider konnten wir wegen der zu hohen Wellen nicht in die Höhle hineinfahren, also muss ich einfach noch einmal zurückkommen, auf jeden Fall auch, um die Papageientaucher und die Basstölpel zu beobachten und um die laut Reiseführer noch schöneren südlichen Inseln zu besichtigen. Alles in allem bin ich in kurzer Zeit total begeistert von diesem Reiseziel!
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