Vágar und Mykines sind die beiden westlichsten Inseln der Färöer. Auf der Insel Vágar befindet sich der moderne internationale Flughafen, der auf einer Ebene in der Nähe der Kleinstadt Sørvágur liegt.
Noch bevor man auf den Färöern landet, wird man bereits von spektakulären Ausblicken auf die Inseln empfangen. Besonders wenn man aus westlicher Richtung landet und über die Insel Mykines anfliegt, ist es wunderschön, aus dem Fenster zu schauen, denn hier sieht man die raue Schönheit von Mykines mit seinen hoch aufragenden Basaltfelsen am Eingang zum Fjord Sørvágsfjørður.
Es gibt nur wenige Flughäfen auf der Welt mit einer so beeindruckenden Anflugroute, und sie ist daher ein schöner Einstieg, wenn man Vágar und Mykines erkunden möchte.
Tunnel unter dem Vestmanna-Sund
Der 4900 Meter lange Tunnel unter dem Vestmanna-Sund verbindet Vágar mit der größten Insel Streymoy. Die Fertigstellung dieses Tunnels hat Vágar viele neue Möglichkeiten eröffnet: Heute gibt es deutlich mehr Tourismus auf der Insel, und auch das tägliche Leben ist wesentlich einfacher geworden, da die Bewohner nun auch die Einrichtungen auf den verbundenen Inseln, darunter Streymoy und Eysturoy, nutzen können.
Heute ist es möglich, von den anderen Inseln aus in das malerische Dorf Gásadalur auf Vágar zu fahren.
Mykines, Vogelparadies und Rückzugsort
Mykines ist das perfekte Reiseziel für Touristen, die Ruhe und Naturschönheit suchen. Die Insel Mykines ist während der Sommermonate Zufluchtsort für Tausende von Zugvögeln. Im sechsten Jahrhundert n. Chr. beschrieb ein irischer Mönch „ein Vogelparadies im Ozean“, und man geht davon aus, dass er damit Mykines meinte.
Vor allem im Sommer sieht man hier sehr viele Papageientaucher. Mit seinem bunten Schnabel und seiner fotogenen Pose mit einem Fisch im Schnabel ist der Papageientaucher auf Mykines das ideale Fotomodell für jeden Naturfotografen.
Auch die herrlichen Wandermöglichkeiten sind ein wichtiger Anziehungspunkt für Mykines. Da sich das Wetter auf Mykines sehr schnell ändern kann, wird den Besuchern empfohlen, die Insel nur zu besuchen, wenn günstiges Wetter vorhergesagt ist.
Die meisten Menschen entscheiden sich dafür, mehrere Tage auf Mykines zu verbringen, da es zu viel zu sehen gibt, um alles an nur einem Tag zu erkunden. Besonders sehenswert sind der Steinwald im Tal Korkadalur, der 560 Meter hohe Gipfel Knúkur, aber auch ein schöner Ausflug zur kleinen Insel Mykineshólmur. Eine Fußgängerbrücke über eine 35 Meter tiefe Schlucht verbindet Mykineshólmur mit der Insel Mykines. Die Klippen, auf denen der Leuchtturm steht, sind beeindruckend und besonders schön, um den Sonnenuntergang zu beobachten.
Für Vogelbeobachter ist auf Mykineshólmur die Gänsekolonie wohl am beeindruckendsten. Diese großen Vögel haben diesen westlichsten Winkel der majestätischen Färöer-Inseln als ihren Lebensraum gewählt.
Zurück nach Vágar
Die Insel Vágar (Bucht) ist nach den drei Buchten der Insel benannt: Sandavágur, Miðvágur und Sørvágur. An diesen Buchten liegen drei Dörfer mit genau denselben Namen.
Die Geschichte von Sandavágur reicht weit zurück. In der Nähe des Dorfes wurde ein Stein aus dem 13. Jahrhundert gefunden, auf dem in Runenschrift vermerkt ist, dass der Wikinger Torkil Onundarson der Erste war, der sich in Sandavágur niederließ. Der Stein ist in der malerischen Dorfkirche ausgestellt.
Auf dem Hügel mit Blick auf Miðvágur steht das Museum von Kálvalíð, eines der ältesten Museen auf den gesamten Färöern. Kálvalíð wurde auf einem Hügel mit nur einem Fenster erbaut, das auf die Bucht hinuntergerichtet ist. Das Gebäude fügt sich vollständig in die Landschaft ein, da das Dach mit Gras bedeckt ist und die Vorderseite des Hauses sowie die Nordseite aus großen Steinen aus der Umgebung erbaut wurden. Dieser alte Bauernhof verfügt nur über zwei Räume und einen Stall und ist ein Beispiel für die alte färöische Bautradition.
In Miðvágur gibt es auch ein Kriegsmuseum, in dem du viele Originalobjekte, Fotos und Dokumente aus der Zeit der britischen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs findest.
Viele Menschen besuchen auch den geheimnisvollen Fjallavatn, was „Bergsee“ bedeutet, in der nördlichen Hälfte der Insel. Hier gibt es keine Straßen mehr, man ist von herrlicher Natur umgeben und kann beispielsweise einen Spaziergang zum verlassenen Dorf Slættanes unternehmen.
Eine weitere schöne Wanderung auf Vágar ist die relativ einfache Route entlang des Sørvágsvatn, des größten Sees auf den Färöern. Hier befindet sich auch der bezaubernde Wasserfall Bøssdalsfossur, der sich vom See aus in den Ozean stürzt.
Die Inseln Vágar und Mykines sind absolute Empfehlungen für einen Besuch, wenn du auf den Färöern Urlaub machst. Gerade durch die gute Erreichbarkeit über den Tunnel unter dem Vestmanna-Sund steht dir nichts im Wege, die wunderschöne Natur auf diesen Inseln zu erleben.





