Der Berg Slættaratindur liegt im Norden der färöischen Insel Eysturoy und ist der höchste Berg der gesamten Inselgruppe. Der Berg ist 880 Meter hoch und liegt zwischen den Dörfern Eiði, Gjógv und Funningur. Das Dorf Funningur liegt am Fuße des Berges.
Der Name bedeutet wörtlich „flacher Gipfel“, da der Gipfel nicht ganz spitz zuläuft. Der Berg kann in etwa vier Stunden bestiegen werden. Obwohl die Wanderwege recht steil sind, braucht man keine besonderen technischen Kletterfähigkeiten, um den Gipfel zu erreichen.
Vor allem bei klarem Wetter hat man vom Gipfel aus einen herrlichen Blick über den gesamten Archipel der Färöer. Slættaratindur ist einer der zehn Berge auf den Färöern mit einer Höhe von mehr als 800 Metern über dem Meeresspiegel. Der Gipfel Gráfelli ist mit einer Höhe von 856 Metern der zweithöchste Berg. Dieser Gipfel liegt etwas nordöstlich von Slættaratindur.
Besteigung des Slættaratindur und Mitternachtssonne
Der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres, und es ist Tradition, an diesem Tag den Slættaratindur zu besteigen, um vom Gipfel aus den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang zu beobachten. Am 21. Juni dauert das nur wenige Stunden.
Es gibt zwei Ausgangspunkte für die Besteigung des Berges. Die erste Möglichkeit ist der Start in Gjógv, von wo aus man etwa vier Stunden wandern muss. Die zweite ist der Start in Eiðisskarð, von wo aus die Wanderung etwa eine Stunde dauert.
Als höchster Berg des Landes übt der Slættaratindur eine Anziehungskraft auf Jung und Alt, Einheimische und Touristen aus.
Guiness Book of World Records
Laut dem Guinness Book of World Records ist der Slættaratindur der Punkt mit der weltweit längsten Sichtlinie. Vom Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands, der 5500 Kilometer entfernt liegt, kann man unter optimalen Bedingungen den Slættaratindur sehen, „aufgrund der lichtbrechenden Effekte der atmosphärischen Refraktion“.





