Das Städtchen Kirkjubøur war im Mittelalter das kirchliche und kulturelle Zentrum der Färöer.
Hier residierte der Bischof bis zur Reformation, als das Bistum auf den Färöern abgeschafft wurde. Die imposante Ruine der St.-Magnus-Kathedrale prägt jedoch nach wie vor das malerische Dorf.
Highlights in Kirkjubøur
Kirkjubøur ist ein gemütliches kleines Dorf im äußersten Süden der Insel Streymoy, etwa 20 Autominuten von Tórshavn entfernt. Die gemütlichen Häuschen mit Grasdächern beherbergen etwa 80 Einwohner.
Im Dorf gibt es drei Highlights:
- Die Ruine der Magnus-Kathedrale
- Die älteste noch genutzte Kirche der Färöer, die St.-Olav-Kirche aus dem 12. Jahrhundert.
- Das älteste noch bewohnte Holzhaus der Welt, Kirkjubøargarður aus dem 11. Jahrhundert.
Die Ruine der Magnus-Kathedrale
Der Bau der Kathedrale in Kirkjubøur wurde im 13. Jahrhundert begonnen und erfolgte im gotischen Stil. Der Bau wurde nie vollendet, da die Kirche nie ein Dach hatte. Im Jahr 1772 beschädigte ein großer Erdrutsch die Kathedrale schwer, wobei die nordöstliche Ecke des Gebäudes zerstört wurde.
St.-Olav-Kirche
Eine weitere, kleinere Kirche, deren größter Teil vom Meer weggespült wurde. Die noch bestehende Pfarrkirche ist die einzige mittelalterliche Kirche, die noch genutzt wird und noch älter ist als die Ruine der St.-Olav-Kathedrale. Um die Kirche herum befand sich früher ein Friedhof, doch auf der Meerseite ist dieser so stark erodiert, dass der Friedhof verschwunden ist und die Kirche nun direkt am Wasser steht.
Kirkjubøargarður
Kirkjubøargarður ist ein Bauernhof, der auf dem Steinkeller eines Teils des Bischofspalasts errichtet wurde und seit Jahrhunderten die Heimat der Bauern in Kirkjubøur ist und bereits seit 17 Generationen im Besitz derselben färöischen Familie ist. Das große, mit einem Torfdach bedeckte Holzgebäude wurde aus Baumstämmen errichtet, die der Legende nach aus Treibholz aus Norwegen stammen.
Das Innere des Bauernhofs spiegelt das Leben auf einem typischen färöischen Bauernhof wider. Im Erdgeschoss befinden sich der Ess- und Schlafbereich sowie die zentrale Werkstatt, in der unter anderem das Spinnrad steht. Erfahren Sie mehr über Kirkjubøargarður.




