Am Ende der Landebahn des Flughafens der Färöer liegt der „Lake over the Ocean”. Dieser wunderschöne See liegt auf einer Klippe, von der aus ein 30 Meter hoher Wasserfall ins Meer stürzt. Durch die optische Täuschung scheint es, als würde der See über dem Meer „schweben”. Der See hat zwei verschiedene Namen: Sørvágsvatn und Leitisvatn, aber der Name hängt davon ab, wen man fragt.
Die Wanderung entlang des Leitisvatn ist ein absolutes Bucket-List-Erlebnis, vor allem, wenn man sich am Ende des Sees die Mühe macht, die Klippen zu erklimmen.
Wanderung Sørvágsvatn/Leitisvatn
Mit einer Fläche von 3,4 Quadratkilometern ist Leitisvatn der größte See der Färöer. Entlang der Durchgangsstraße können Sie Ihr Auto parken und am See entlang zur Klippe laufen, wo Sie auch den beeindruckenden Wasserfall Bøsdalafossur finden.
Die Wanderung zum Bøsdalafossur ist realtiv leicht begehbar, obwohl die oft angegebene Dauer von 45 Minuten sehr kurz ist. Vor allem nach starken Regenfällen ist der Untergrund sumpfig und schlammig, und die Strecke kann sich erheblich verlängern, wenn man sich querfeldein am Ufer entlang über Felsen und besser begehbare Stellen den Weg bahnen muss. Glücklicherweise wird derzeit ein Kiesweg angelegt, zumindest über einen Teil der Wanderroute.
Während der etwa einstündigen Wanderung werden Sie mit herrlichen Ausblicken und einer riesigen Population von Austernfischern und Brachvögeln belohnt. Wenn Sie auf halber Strecke höher auf den Hügel steigen, finden Sie einen besser begehbaren Weg.
Erklimmen Sie die Klippen
Wenn Sie den äußersten Südwesten des Sees erreicht haben, sollten Sie unbedingt die grünen Klippen erklimmen. Von der Spitze aus haben Sie bei klarem Wetter einen atemberaubenden Blick auf die Inseln Streymoy, Koltur, Hestur und Sandoy. Seien Sie jedoch vorsichtig auf dem Gipfel, denn das fast immer feuchte Gras ist rutschig und ein falscher Schritt kann einen 300 Meter tiefen Sturz bedeuten.
Bøsdalafossur-Wasserfall
Von der Klippe beim Bøsdalafossur aus versteht man, warum dieser Ort während des Zweiten Weltkriegs als Aussichtspunkt diente. Bei klarem Wetter kann man kilometerweit über das Meer blicken.
Die riesigen Basaltfelsen, die hier liegen, erinnern an eine außerirdische Landschaft und können sehr rutschig sein.
Der Wasserfall selbst ist am spektakulärsten im Vorfrühling, wenn die Schneeschmelze ihren Höhepunkt erreicht. Der Nachteil ist, dass der Untergrund des Pfades dorthin dann auch am schlechtesten begehbar ist.
Tipps für die Wanderung
- Sorgen Sie für gute Regenbekleidung, ausreichend Trinkwasser und eventuell etwas zu essen.
- Tragen Sie feste Wanderschuhe (vorzugsweise hohe), da der Untergrund sehr uneben und matschig sein kann.
- Foto- und/oder Videokamera mit gutem Wasserschutz.
- Seien Sie nicht übermütig, wenn Sie das ultimative Urlaubsfoto auf einer Klippe machen wollen.
- Beachten Sie, dass glatte Fleece- und Regenbekleidung die Hauptursache für Unfälle durch Ausrutschen bei Touristen sind. Aus diesem Grund trägt die lokale Bevölkerung immer Wollkleidung.
- Planen Sie für die gesamte Wanderung hin und zurück etwa vier Stunden ein, einschließlich Pausen unterwegs, Besteigung der Klippe am Ende und Fotos machen.





